Absinth-Ursprung Absinth-Geschichte Absinth & Kunst Absinth Verbot Absinth Wirkung Absinth Trinkart Absinth Museum Absinth Shop Baumgärtner Absinth Absinth Wirkung
Drachenburg in Syrau / Vogtland (historische Aufnahme)
© Baumgärtner Absinth e.K. 2012
Die Wirkung des Absinths geht über die anderer Spirituosen hinaus. Sie ist nach einigen Gläschen gleichermaßen anregend, berauschend, euphorisierend und stimulierend. Diese Wirkung resultiert aus dem Zusammenspiel / Wechselwirkung von hohem Alkoholgehalt (zwischen 55 und 70%vol.) und verwendeten (Heil)-Kräutern, u.a. echtes Wermutkraut, Fenchel, Ysop. Zunächst konnte eine solche Wirkung nur von einem nach klassischer Rezeptur, aus einem traditionellem Erzeugerland stammenden Absinth ausgehen. Dazu zählen im wesentlichen die Schweiz, Frankreich, Spanien und Tschechien. Zwischenzeitlich werden auch in Deutschland, insbesondere von kleineren Familienunternehmen, Absinthe hergestellt, die ausgesprochen wirkungsvoll sind. Dabei handelt es sich aber nicht um die Produkte, die man im nächsten SB- Warenhaus angeboten bekommt. Der im Wermutkraut enthaltene Wirkstoff Thujon ist bedingt für die spezielle Wirkung verantwortlich. Thujon sensibilisiert bestimmte Rezeptoren des menschlichen Gehirns. Dieses scheint begründet, entsprechend der Ähnlichkeit, welche die Molekularstruktur zwischen Thujon ( a ) und THC ( b ), dem Wirkstoff der Cannabispflanze ( Haschisch ) aufweist. Die Qualität bzw. den Wirkungsgrad eines Absinths von einer besonders großen Menge dieses Wirkstoffes in Abhängigkeit zu stellen, ist falsch. Wichtig ist, dass Thujon enthalten ist und zwar in einer deutlich nachweisbaren Menge. Werbesprüche mit genauen mg Angaben sind äußerst unseriös, da der Thujongehalt des Extraktes von der Qualität der verwendeten Kräuter, der Dauer der Extraktion und weiteren, nicht beeinflussbaren Faktoren abhängt Oskar Wilde schilderte die Wirkung einmal so: " Im erste Stadium sieht man seine Umgebung wie sie nicht ist, im zweiten fängt man an, ungeheuerliche grausame Dinge zu sehen, aber wenn man es schafft, nicht aufzugeben kommt man in das dritte Stadium, in dem man Dinge sieht, die man sehen möchte, wundervolle sonderbare Dinge." Diese Eigenschaften machten Absinth in seiner Blütezeit nicht nur attraktiv, sie verleiteten auch zu übermäßigen Konsum. Für die meisten Menschen war Absinth nie mehr als ein besonders belebendes Getränk. Wogegen starker Missbrauch häufig zur Abhängigkeit führte. Das Ende ist bekannt. Das Absinth-Gesetz wurde 1981 aufgehoben. Weiterhin verboten in Deutschland war aber die Verwendung von Wermutöl. Im Rahmen der EU ist seit 1991 (nicht 1998!) ein reglementierter Thujongehalt wieder zulässig > Richtlinie 88/3888/EWG v. 22.06.1988. Mit Beschluss vom 27.09.1991 (Bundesratssache 428/91) wurde die Zulässigkeit von Thujon auf 5mg/Kg in alk. Getränken von bis zu 25vol.%, von 10mg/Kg bei mehr als 25vol.% und auf 35mg/Kg in Bitterspirituosen festgelegt (Bundesgesetzblatt 1991, Teil I, Seite 2045-50) < Seine einzigartige Wirkung ist Absinth dabei nicht verloren gegangen! Unseriöse Anbieter interpretieren diese Bestimmung teilweise bewusst irreführend. Die Bezeichnung "Bitterspirituose" heißt nicht, dass automatisch 35 mg/Kg Thujon enthalten sind. Ebenso wenig bedeutet "dreifacher Wermutanteil", dass 30 mg/Kg Thujon enthalten sein müssen. Darauf sollten Sie achten. Es ist weiter davor zu warnen, Nahrungsmittel künstlich mit Thujon anzureichern. Eine psychoaktive Wirkung bleibt definitiv aus und statt der Grünen Fee lernen Sie bestenfalls eine Krankenschwester kennen. Grundsätzlich ist die spezielle Wirkung von Absinth nicht eindeutig zu begründen. Absinth ist als solches keine Droge! Alkohol ist Volksdroge Nr. 1 - diesbezüglich warnen wir nachdrücklich vor Alkoholmissbrauch!
Thujon
THC
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