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Absinth & Kunst
Drachenburg in Syrau / Vogtland (historische Aufnahme)
© Baumgärtner Absinth e.K. 2012
Künstler, Intellektuelle und Bohemiens schien Absinth besonders zu huldigen. Sie tranken ihn nicht nur zu jeder Gelegenheit, sondern experimentierten auch mit seiner Wirkung und ließen sich vom Rausch inspirieren bzw. gaben sich den Wahrnehmungsveränderungen hin. Zu den bekanntesten Absinthtrinkern bzw. Absintheuren zählten u.a. Verlaine, Rimbaud, Baudelair, Oscar Wilde, Maignan, Edgar Degas, van Gogh u. Picasso Es wird behauptet, die französischen Impressionisten schienen mehr Absinth als Sauerstoff im Blut zu haben, und Picassos "blaue Periode" sei nachhaltig von Absinth geprägt, wie auch die "gelbe" von Van Gogh. Aber auch die Dichter dieser Zeit wurden von Absinth inspiriert. Oscar Wilde beschrieb 3 Phasen des Absinth trinkens oder verglich den Sonnenuntergang mit der Wirkung des Absinth. 3 Phasen des Absinthtrinkens „Das erste Stadium ist wie normales Trinken, im zweiten fängt man an, ungeheuerliche, grausame Dinge zu sehen, aber wenn man es schafft, nicht aufzugeben, kommt man in das dritte Stadium, in dem man Dinge sieht, die man sehen möchte, wundervolle, sonderbare Dinge“. Oscar Wilde starb am 30.11.1900 in Paris, der Überlieferung nach waren seine letzten Worte: „Entweder geht die Tapete, oder ich“. Oscar Wilde Charles Baudelair stellte fest, dass Absinth auch gut gegen Schreibhemmung schien: "Die toten Wörter stehen auf und sind aus Stein und Bein". Baudelair wurde zudem zum Urvater der Punks, indem er sich die Haare grün färbte. Er starb einsam und verarmt am 31.08.1867 in Paris. Lediglich 6 Trauergäste waren bei seiner Beerdigung anwesend. Die meisten seiner vielen Freunde hatten wegen seines immensen Drogen- u. Absinthkonsums angenommen, er sei schon früher verstorben.                                                                                                                                                     Charles Baudelair                                                         Dieses scheint harmlos im Vergleich zu Verlaine, der im Absinthrausch die Waffe auf seinen Freund Rimbaud richtete und schoß. Der Dichter Verlaine war vom Absinth so begeistert, dass er daraus eine Grußformel machte. Anstatt beispielsweise einen Guten Tag zu wünschen, grüßte er mit, "ich trinke ihn mit Zucker". Verlaine Auch die Ohrmuschel, die sich Van Gogh  abschnitt und diese an eine Prostituierte schickte, um sie aufzubewahren, geht auf das Konto von Absinth.                                                                                                                                                                                                              
Albert Maignan´s The Green Muse
Edgar Degas L´Absinthe
Picasso´s Absinthtrinkerin
Ernest Dowsen War einer der bekanntesten der Décadents und Absinthanhänger. Mit seinem Ausspruch „Whiskey und Bier sind für Idioten. Absinth besitzt die Kraft der Magier; Absinth kann die Vergangenheit auslöschen oder erneuern und die Zukunft annullieren oder voraussagen“ begriff er wohl die romantischen Züge des Absinth. Absinthia Teatra (Ernest Dowsen) Grün wurde Weiß, Smaragdgrün wurde Opal; nichts änderte sich. Der Mann ließ das Wasser sanft in sein Glas tropfen, und als das Grün sich trübte, fiel ein Nebel ab von seinem Geist. Dann trank er Opal. Erinnerungen und Schrecken bedrängten ihn. Die Vergangenheit verfolgte ihn wie ein Panther, und durch die Schwärze der Gegenwart sah er die leuchtenden Tigeraugen der Dinge, die da kommen sollten. Aber er trank Opal. Und jene düstere Nacht der Seele und das Tal der Erniedrigung, durch das er taumelte, waren vergessen. Er sah blaue Alleen unbekannter Länder, weite Aussichten und ein sanftes liebkosendes Meer. Die Vergangenheit träufelte ihren Duft über ihn, das Heute hielt seine Hand wie ein kleines Kind, und das Morgen strahlte wie ein weißer Stern: nichts änderte sich. Er trank Opal. Der Mann hatte die düstere Nacht der Seele erfahren und lag auch jetzt im Tal der Erniedrigung; und die drohende Gefahr des Tigers der Dinge, die da kommen sollten, rötete den Himmel. Aber für einen kleinen Augenblick hatte er vergessen. Grün wurde Weiß, Smaragdgrün wurde Opal; nichts änderte sich
Van Gogh
Ernest Dowsen (1867-1900)
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